Wertvolles Nabelschnurblut und Röteln – die wichtigsten Begriffe in der Schwangerschaft Teil V
Wertvolles Nabelschnurblut:
Kurz vor der Geburt stellen sich viele Eltern die Frage, ob sie die Nabelschnurblut des Neugeborenen aufheben sollen oder nicht.
Mit den Stammzellen aus dem Blut könnten zum Beispiel in späteren Jahren bestimmte Krankheiten des Kindes geheilt werden. Allerdings lässt sich über die Dauer der Haltbarkeit des Blutes nicht viel aussagen – bisher wurde Blut aus der Nabelschnur maximal 30 Jahre aufbewahrt.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Lagerung des Nabelschnurblutes:
- In einer öffentlichen Stammzellenbank, hier können auch fremde Menschen auf passende Stammzellen hoffen.
- In einer privaten Stammzellenbank, hier werden die Stammzellen aus dem Blut des Kindes nur für das Kind aufgehoben und nicht für fremde Menschen verwendet.
- Außer den beiden Komponenten gibt es auch noch die Variante der kombinierten Lagerung. Benötigt ein fremder Mensch die für ihn passenden Stammzellen des Kindes, so erhalten die Eltern die Gebühr für die Lagerung zurück.
Die PDA / Peridural-Anästhesie:
Bei einer PDA wird die untere Körperhälfte unempfindlich gegen den Geburtsschmerz gemacht. Das betäubende Mittel wird durch einen Arzt in den Periduralraum der Wirbelsäule gespritzt, die erwünschte schmerzlindernde Wirkung tritt nach ca. 20 Minuten ein.
Viele Frauen stellen sich die Frage, ob sie bei einer PDA überhaupt noch wissen, wann sie pressen müssen ( da der Schmerz ja kaum noch vorhanden ist ). Die Antwort lautet JA; die Gebärende bemerkt den Schmerz noch immer als sanften Druck und weiß so genau, wann sie pressen muss.
Bei Bedarf kann die Frau das schmerzstillende Mittel direkt durch eine Handpumpe nachdosieren.
Dem Ungeborenen schadet eine PDA übrigens nicht – die Plazenta wird sogar noch besser durchblutet, was dem Kind sehr gut tut.
Im Übrigen kann sich die ( noch ) Schwangere gut bewegen und herumlaufen – die Bewegungsfreiheit ist nicht eingeschränkt!
Präeklampsie:
Die Präeklampsie ist auch unter der Bezeichnung Schwangerschaftsvergiftung oder Gestose bekannt.
Erste Symptome einer Schwangerschaftsvergiftung können sein: leichte bis schwere Wasseransammlungen an Beinen, Füßen, Händen oder auch im Gesicht; Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Sehstörungen, Verwirrtheit oder auch Schmerzen im Oberbauch sein.
Der Blutdruck steigt meist stark an. Bei dem Verdacht auf eine Gestose sollte die werdende Mutter sofort zu einem Arzt gebracht werden. Dieser kann dann Mittel verschreiben, die den Blutdruck wieder absenken. Auch sollte die Schwangere viel Ruhe haben und sich keinesfalls überanstrengen!
Rhesus – Unverträglichkeit:
Eine Rhesus-Unverträglichkeit kann entstehen, wenn die Frau rhesusnegatives Blut hat und mit einem Kind schwanger ist, welches vom Vater rhesuspositives Blut in sich trägt.
Ist dies der Fall ( was aber relativ selten vorkommt ), so kann die Mutter Antikörper gegen das Blut des Kindes bilden.
Tritt der Fall ein, so kann der Mutter innerhalb von 72 Stunden nach dem “Blutkontakt” eine Spritze mit bestimmten Antikörpern verabreicht werden ( Anti-D-Antikörper).
Röteln:
Steckt sich eine werdende Mutter in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten mit Röteln an, so hat das Ungeborene ein hohes Risiko für Fehlbildungen.
Bei einer Ansteckung in den späteren Schwangerschaftswochen sinkt die Gefahr für Missbildungen.
Gerade weil Röteln in der Schwangerschaft so gefährlich sein können, bestimmt der Frauenarzt den Titer im Blut und kann so feststellen, ob Antikörper vorhanden sind oder nicht.
Ringelröteln in der Schwangerschaft:
Ringelröteln sind für das Ungeborene nicht so gefährlich wie die ” normalen ” Röteln. Allerdings können die Ringelröteln zu einer Blutarmut beim Ungeborenen führen und dadurch können Wassereinlagerungen entstehen.
Bei Verdacht auf eine Infektion wird der Arzt das Blut untersuchen.

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