Je näher der Geburtstermin rückt, desto häufiger stellt man sich die Frage, ob sich das Baby schon in seine eigentliche Geburtsposition gedreht hat – oder ob es sich noch immer in der Beckenlage befindet.

Gegen Ende der Schwangerschaft haben sich fast 95 Prozent der Babys in die ” normale ” Geburtsposition gedreht – mit dem Köpfchen nach unten.
Bei einigen werdenden Müttern allerdings bleibt das Baby in der Beckenlage liegen,  wobei der Kopf weiterhin nach oben und der Steiß nach unten zeigt.
Diese Lage ist vor allem bei der Geburt des ersten Kindes häufig mit Komplikationen verbunden – daher raten Hebammen und Ärzte zu verschiedenen Möglichkeiten, damit sich das Baby in die richtige Lage drehen kann.

Die Indische Brücke:

Ab der 32. – 33. Schwangerschaftswoche kann die werdende Mutter versuchen, das Baby in die richtige Lage zu bewegen:
Die Frau sollte sich ganz einfach auf den Rücken legen und dabei die Beine ( Unterschenkel ) erhöht lagern. Dies klappt zum Beispiel ganz gut, indem Frau die Beine einfach auf den Couchtisch legt. Dazu sollte noch ein etwas fülligeres Kissen unter das Becken gelegt werden, damit das Becken eine höhere Lage als der Brustkorb hat.
Diese Übung sollte täglich ca. 15 – 20 Minuten durchgeführt werden.

Die Lichtwende:

Bei dieser ” Übung ” kann sogar der werdende Papa mithelfen!
Voraussetzung für die Lichtwende ist das Wissen, in welche Richtung das Ungeborene schaut.
Man benötigt: Eine Taschenlampe – diese setzt man dann an der Bauch der Mutter an und zwar von der Blickrichtung des Babys. Dann sollte die Taschenlampe langsam nach unten in Richtung Geburtskanal geführt werden. Viele Babys reagieren auf den Einfluss des Lichtes und bewegen das Köpfchen nach unten. Sie folgen dem Licht und drehen sich in die richtige Position.
Auch diese Übung kann ab der 32. – 33. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden!

Die Moxibustion:

Bei der Moxibustion wird eine bestimmte Stelle am kleinen Zeh der Mutter durch Wärme stimuliert.
Täglich sollten ca. 20 Minuten eine sogenannte ” Moxo-Zigarre ” an die beiden kleinen Zehen der werdenden Mutter gehalten werden. Diese sollte dazu mit hochgelagertem Becken liegen.
Die richtige Zeit für eine Moxibustion liegt zwischen der 33. und der 37. Schwangerschaftswoche.
Ein Arzt oder eine Hebamme zeigen den werdenden Eltern genau wie die Übung durchgeführt werden sollte.
Kleiner Tipp: Da die Moxo-Zigarren recht unangenehm riechen, sollte diese Übung am besten bei geöffnetem Fenster oder gleich im Freien geschehen!

Die Zilgrey – Methode:

Bei der Zilgrey-Methode wird man durch einen Arzt oder eine Hebamme angelernt – hier wird eine bestimmte Atemübung mit einer bestimmten Massage kombiniert.
Atmet Frau ein, so sollten sich die über dem Schambein verschränkten Hände nach oben bewegen – atmet Frau wieder aus, so wandern die Hände wieder nach unten Richtung Schambein.
Auch diese Übung sollte regelmäßig ab der 33. Schwangerschaftswoche angewendet werden.

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Das Mami Buch: Schwangerschaft, Geburt und die zehn Monate danach

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