Kurzinformation:

Die Windpocken oder auch Varizellen genannt, sind weltweit verbreitet. Allein in Deutschland liegt die Zahl der Erkrankungen bei ca. 700.000 – 750.000!
Die Windpockenerreger sind sehr ansteckend; die Übertragung der Viren erfolgt durch Tröpfcheninfektion, d.h. durch Anhusten, Anniesen oder auch beim normalen Atmen kann sich die Erkrankung weiter verteilen. Auch eine Infektion durch die virushaltige Flüssigkeit der Bläschen ( Schmierinfektion ) ist möglich.
Das Varicella-Zoster-Virus kann zwei verschiedene Erkrankungen zur Folge haben: Entweder die Varizellen / Windpocken oder bei einer ” Reaktivierung ” des Virus den sogenannten Herpes Zoster / Gürtelrose.

Wie kann ich mich infizieren?

Um es noch einmal hervorzuheben:  Eine Infektion mit Varizellen ist sehr ansteckend. Eine Übertragung kann mittels Tröpfcheninfektion oder Schmierinfektion erfolgen.
Der Herpes Zoster kann nur bei direktem Kontakt mit den virushaltigen Bläschen übertragen werden.
Schwangere, die an den Windpocken erkranken, sollten umgehend den Arzt aufsuchen, da es zu bestimmten Zeiten in der Schwangerschaft ( z.B. um den Geburtstermin herum ) zu erheblichen Gefahren für das Neugeborenen kommen kann.
Beim Herpes Zoster hingegen besteht keine Gefahr für das Ungeborene / Neugeborene.
Im Gegensatz zu den Windpocken, die gehäuft im Kindesalter auftreten – kommt der Herpes Zoster vermehrt in der älteren Generation vor.

Die Inkubationszeit einer Erkrankung mit Varizellen liegt im Durchschnitt bei ca. zwei Wochen. Es sind aber auch Inkubationszeiten von bis zu vier Wochen bekannt!

Ab wann sind die Windpocken ansteckend?

Eine Infektion kann schon ein paar Tage vor dem Auftreten der Bläschen beginnen und endet meist 7 – 10 Tage nachdem die letzten Bläschen gesichtet worden sind.


Symptome
einer Infektion mit Varizellen sind:

  • juckende und rötliche Stellen/Bläschen der Haut
  • Fieber
  • die Bläschen machen sich meist zuerst am Körperstamm sowie im Gesicht bemerkbar, dann breiten sie sich weiter auf die die anderen Körperstellen aus
  • kleine Kinder haben meist weniger “Pocken” als Erwachsene

Werden die Bläschen aufgekratzt, können leicht noch andere Erreger in die offene Wunde eindringen und zu einer Superinfektion führen. Deshalb sollte man darauf achten, dass die Bläschen nicht aufgekratzt werden. In der Apotheke bekommen sie die richtigen Mittel gegen den Juckreiz. Fragen sie einfach nach! Auch fiebersenkende und schmerzlindernde Medikamente sollten bei einer Windpockeninfektion nicht in der Hausapotheke fehlen!
Sehr selten kommt es zu schweren Infektionen, die u.a.auch das ZNS betreffen können.

Wer sollte geimpft sein?

Alle Kinder und Jugendliche sollten eine Impfung erhalten! Idealerweise  wird die Impfung mit Vollendung des ersten Lebensjahres durchgeführt.
Eine zweite Impfung wird bei den neueren Impfstoffen empfohlen – ca. 4 – 8 Wochen nach der ersten Impfung.
Eine Impfung sollten außerdem alle ungeimpften Jugendlichen erhalten, da die Risiken einer Erkrankung mit dem steigenden Alter zunimmt. Frauen mit Kinderwunsch ( eine Schwangerschaft sollte während der Impfzeit und 3 Monate danach ausgeschlossen sein ), Personen mit Neurodermitis sowie Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind, sollten ebenfalls eine Impfung erhalten.
Die Impfung erfolgt in den Muskel – als Impfreaktionen können Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle, leichtes Fieber und Unwohlsein auftreten. In seltenen Fällen kann es zu einem schwachen windpockenartigen Ausschlag kommen.

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