Kurzübersicht:

Der Keuchhusten, auch Pertussis genannt, ist eine hochansteckende bakterielle Infektionserkrankung. Die Erkrankung wird durch das Bakterium Bordetella pertussis / Bordetella parapertussis ausgelöst und quält die Betroffenen über Wochen bis Monate mit hartnäckigem Husten.

Das Bakterium ist ein kleines und unbewegliches, aerobes sowie gramnegatives Stäbchen, welches sehr viele Toxine bildet.
Es vermehrt sich hauptsächlich auf den Schleimhäuten der Atemwege und verursacht dort deren Zerstörung und führt somit zu Schäden im Gewebe.
Eine Infektion mit dem Erreger B.pertussis führt zu länger andauernden Krankheitsbildern als eine Infektion mit B. parapertussis.

Die Infektion erfolgt auch hier über die Tröpfcheninfektion, also kann ein Anhusten oder Anniesen für eine Ansteckung verantwortlich sein. Die Erreger ( Bordetellen ) sind hoch infektiös, die meisten Menschen, die mit einem Erkrankten in Kontakt kommen, erkranken ebenfalls an Keuchhusten.

Die Inkubationszeit beträgt zwischen 1 und 3 Wochen.
Die Gefahr einer Ansteckung fängt am Ende der Inkubationszeit an, ist im Stadium catarrhale am höchsten und sinkt im Stadium convulsivum entsprechend ab. Wird die Erkrankung mit Antibiotika behandelt, so ist nach etwa einer Woche nach Therapiebeginn die Gefahr einer Ansteckung relativ gering.

Wer sollte geimpft sein?

Eine Impfung sollte jedes Kleinkind im Alter von ungefähr 2 Monaten erhalten. Dann folgen weitere Impfungen in zeitlichen Abständen von je ca. 1 Monat. Eine vierte und letzte Impfung sollte das Kind im Alter von ca. 1 Jahr erhalten. Auffrischungen sollten alle 5 – 7 Jahre erfolgen.
Selbst wer eine Erkrankung durchgemacht hat oder gegen Keuchhusten geimpft ist, kann sich bei Erkrankten infizieren. Einen 100-prozentigen Schutz gegen die Infektionskrankheit gibt es leider nicht.

Antibiotika können vom Arzt verordnet werden, solange der Erkrankte die Bordetellen ausscheidet, d.h. am Ende der Inkubationszeit bis hin zu 3 Wochen nach Beginn des Stadium convulsivum. Als Antibiotika kommen in Frage: Azithromycin, Erythromycin, Roxithromycin und Chlarithromycin.

Symptome der Erkrankung des Keuchhustens können sein:

  • dauerndes Hüsteln oder Husten, leichtes Fieber, Schnupfen und ein allgemeines Krankheitsgefühl ( Stadium catarrhale / 1 – max. 3 Wochen )
  • starkes Husten oder Hustenanfälle mit Erstickungsgefühl und dem typischen Keuchen sowie Brechreiz bzw. Erbrechen. Zäher Schleim kann nur schlecht angehustet werden und sorgt für ein Gefühl des Erstickens. ( Stadium convulsivum / 4 – max. 7 Wochen )
  • langsames Abklingen der Hustenanfälle und kaum noch zäher Schleim ( Stadium decrementi / 7 – hin zu mehreren Monaten )

Tipp: Mit dem Medisana Ultraschall-Inhalationsgerät kann sich der festsitzende Schleim besser lösen und so die Erstickungsanfälle vermindert werden.



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