Wissenswertes:
Unter der Wirbelsäulenerkrankung Morbus Bechterew erkranken fast doppelt so viele Männer wie Frauen, meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr.

Die Erkrankung ist auch unter der Bezeichnung Spondylitis ankylosans bekannt und läuft unter dem Begriff  chronisch – rheumatische Entzündung im Wirbelsäulenbereich.

Meist beginnt die Entzündung im Bereich der Kreuzdarmbeingelenke, wobei sich die entzündlichen Prozesse auch schnell auf andere Gebiete der Wirbelsäule ausbreiten können.

Typische Symptome von Morbus Bechterew sind zum Beispiel die Morgensteifigkeit, die sich nach einer Weile aber meist durch Bewegung bessert.

Doch wie kommt es zum Morbus Bechterew?
Oft spielen bei der Entstehung der Erkrankung Bakterien eine Rolle, wie z.B. eine Infektion mit Salmonellen. Auch eine durchgemachte Chlamydieninfektion kann ein Auslöser darstellen.
Leider leiden auch viele Menschen mit Morbus Chron an Morbus Bechterew.
Die Bakterien, die bei vielen verschiedenen Entzündungen eine Rolle spielen, können im Körper eine Autoimmunreaktion verursachen, bei der die körpereigenen Abwehrkräfte die eigenen Zellen angreifen und so wiederum für neue entzündliche Prozesse sorgen.

Durch eine Kernspintomografie kann Morbus Bechterew festgestellt werden, hier sieht man die entzündeten Bereiche recht gut. Mit entzündungshemmenden Medikamenten kann gegen den Schmerz und die eigentliche Entzündung angegangen werden. Wird die Erkrankung allerdings erst im späten Stadium festgestellt, sieht man meist schon diverse Verknöcherungen im Wirbelsäulenbereich und gegen die Schmerzen kann nur noch mit TNF-alpha-Blocker geholfen werden. TNF-alpha -Blocker hemmen den körpereigenen Botenstoff  TNF-alpha, der bei chronischen Entzündungen im Körper deutlich erhöht ist.

Wird die Erkrankung nicht oder viel zu spät behandelt, so verknöchert nach und nach die Wirbelsäule und es entsteht die typisch gebückte Haltung der Erkrankten.

Der Buchtipp zum Thema:

Morbus Bechterew: Informationen über Bewährtes und Neues für Diagnose und Therapie

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