Ist das Auge gerötet oder brennt, kann dies verschiedene Ursachen haben. Zuerst muss jedoch gesagt werden, dass bei allen Augenerkrankungen, die länger als 2 – 3 Tage andauern, ein Augenarzt aufgesucht werden muss. Bei akuten Erkrankungen des Auges natürlich sofort! Denn Augen hat man nur zwei und mit einer Infektion ist nicht zu spaßen!
Ein gerötetes Auge kann zum Beispiel bei folgenden Beschwerden / Erkrankungen auftreten:

  • Bindehautentzündung
  • virale Konjunktivitis
  • bakterielle Konjunktivitis
  • Hornhautverletzungen
  • Regenbogenhautentzündung

Ist das Auge gerötet und weist zudem noch andere Beschwerden auf wie:

  • eine starke oder allmähliche schlechter werdende Sehleistung des Auges
  • starke Schmerzen direkt im Auge
  • eine sehr starke Rötung der Bindehaut
  • Einblutungen im Auge

sollte sofort der Augenarzt aufgesucht werden. Das gleiche gilt natürlich auch für Säuglinge und Kleinkinder sowie Glaukompatienten. Auch bei Verblitzungen der Augen oder sichtbaren sowie nicht sichtbaren Verletzungen ( ” mir ist was ins Auge geflogen und seitdem tut es weh ” ) sollte unverzüglich ein Spezialist besucht werden.

Bei leichteren Beschwerden jedoch kann man sich – im Rahmen der Selbstmedikation – selbst behandeln.
Bei leichten Bindehautentzündungen zum Beispiel oder auch beim trockenen Auge sowie bei allergischen Beschwerden oder wenn ein Gerstenkorn entsteht, können Augentropfen / Augensalben aus der Apotheke gute Hilfe bieten. Allerdings gilt auch hier: Wenn sich die Beschwerden nicht bessern, sollte spätestens nach 3 Tagen ein Augenarzt aufgesucht werden.

Eine Bindehautentzündung kann durch Rauch, Staub oder Zugluft ausgelöst werden. Aber auch durch Kälte kann es zu Reizungen des Auges kommen – ist das Auge / der Augapfel gerötet, kommen meist Sympathomimetika wie Tetryzolin oder auch Tramazolin zum Einsatz. Deren Wirksamkeit beruht auf einer Verminderung der Durchblutung der Bindehaut sowie einer Verbesserung des Tränenabflusses, sodass das Auge wieder seine natürliche Farbe bekommt und nicht mehr so stark gerötet ist.
Sympathomimetika sollten nicht länger als maximal drei Tage am Stück angewandt werden, da es nach längerer Anwendung zu einer Weitstellung der Blutgefäße kommen kann.
Auch bei der gleichzeitigen Anwendung bestimmter Medikamente wie zum Beispiel MAO-Hemmern ( Antidepressiva ) sollten diese Augentropfen nicht benutzt werden, da es unter Umständen zu Akkommodationsstörungen ( bestimmte Anpassungsstörungen des Auges ) führen kann.
Wer häufiger Probleme mit Bindehautentzündungen hat, kann zu den bewährten Euphrasia-Augentropfen greifen.

Das ” trockene ” Auge kann durch trockene Luft, Zugluft, stark beheizte Räume oder viel “Augenarbeit ohne zu blinzeln ” wie Bildschirmarbeit oder langes Lesen entstehen. Durch das ” Starren ” auf Bildschirm oder Buch wird zu wenig geblinzelt, die Feuchtigkeit im Auge verteilt sich schlechter bzw. weniger über dem Augapfel und das Auge fühlt sich trocken an. Meist kann man es ganz gut mit den Worten ” ich habe Sand im Auge ” beschreiben.
Hier kann man wunderbar mit Ersatztränenflüssigkeit dem Übel den Garaus machen.
Die Inhaltsstoffe der künstlichen Tränenflüssigkeit können variieren, inzwischen gibt es verschiedene Mittel, von der Polymerlösung bis hin zur Hyaluronsäure. Letztere wirkt länger und intensiver, muss also weniger häufig in das Auge eingetropft werden. Auch bei sehr trockenen Augen ist die Hyaluronsäure der Polymerlösung vorzuziehen.
Augengele wendet man am geschicktesten in der Nacht an, da sie zwar eine lange Haftung haben, aber am Anfang zu einem ” Schleier ” auf dem Auge führen und somit die Sicht behindern können.

Auch bestimmte Medikamente können zum Trockenen Auge führen. Hierzu gehören:

  • Antiallergika
  • hormonelle Kontrazeptiva
  • Antidepressiva
  • Neuroleptika
  • Anticholinergika
  • Hypnotika

Kleiner Tipp:
Für die Reinigung oder Befeuchtung des Auges eignet sich besonders gut eine Augenbadewanne.

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