Die Sonne ohne Reue genießen – dies sollte eigentlich selbstverständlich sein.
Aber obwohl die meisten Menschen über die negativen Seiten eines Sonnenbades Bescheid wissen, kommt es immer häufiger zu verbrannter Haut oder allergischen Reaktionen durch die Sonne.

Kommen wir erst einmal zu den durchaus positiven Seiten eines Sonnenbades:

  • es hat eine entspannende Wirkung
  • wirkt psychisch aufhellend
  • das Immunsystem wird aktiviert
  • die Vitamin D Bildung wird angeregt
  • die Fließeigenschaft des Blutes wird deutlich verbessert

Außerdem hat ein Sonnenbad positive Auswirkungen auf verschiedene Hauterkrankungen wie Akne, Psoriasis oder Neurodermitis. Zudem sieht eine gebräunte Haut für die Mehrzahl der Menschen – im Gegensatz zu einer weißen Haut – attraktiver und gesünder aus.

Was genau sind eigentlich Sonnenstrahlen?

Sonnenstrahlen sind nichts anderes als elektromagnetische Wellen, die entsprechend ihrer jeweiligen Wellenlänge in langwellige, kürzerwellige und kurzwellige Strahlung eingeteilt werden.

Die langwellige Strahlung wird auch als UV-A – Strahlung genannt und bewegt sich im Bereich von 320 bis 400 nm.
Die kürzerwellige UV-B-Strahlung liegt im Bereich von 280 – 320 nm und die kurzwellige Strahlung UV-C-Strahlung befindet sich zwischen 200 – 280 nm.
Als Infrarotlicht bezeichnet man die Wellenlänge der Strahlung über 760 nm.
Die UV-C-Strahlung wird fast komplett von der Ozonschicht zurück gehalten; die Lebewesen betreffen hauptsächlich UV-A und UV-B- Strahlen.

Welche Strahlen verursachen welche Schäden der Haut?

Je langwelliger ein UV-Licht ist, desto tiefer kann es in die Haut / das Gewebe eindringen.
UV-A-Strahlen: Diese Strahlen können bis in die Lederhaut ( Dermis ) eindringen und dort die Bildung von freien Radikalen verursachen. Diese wiederum schädigen das Bindegewebe und auch das Erbgut. Die Haut altert schneller, sie neigt zu Falten und Trockenheit  sowie einer übermäßigen Pigmentierung.
Durch die UV-A-Strahlen erhält die Haut allerdings ihre gesunde Bräune – vor allem Sonnenbank-Liebhaber wissen das zu schätzen. Aber Achtung: Da diese langwellige Strahlung das Erbgut schädigen kann, sollten vor allem Jugendliche nur selten in ein Sonnenstudio gehen! Das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt mit der Anzahl der Sonnenbäder sowie der schädigenden UV-A-Strahlungs-Dosis in jungen Jahren.
Wer nun denkt, er sei hinter Fensterglas vor der UV-A-Strahlung geschützt, liegt falsch! UV-A-Strahlung durchdringt auch Fensterglas ( —> Auto/Wintergarten…)
Die Strahlen sind vor allem als Auslöser für die berühmte Mallorca-Akne bekannt.
Auch können die UV-A-Strahlen in Verbindung mit bestimmten  Medikamenten oder diversen Kosmetika ( auch Parfüm ) heftige phototoxische Reaktionen auslösen.
Diese Medikamente können für eine Allergie oder eine phototoxische Reaktion verantwortlich sein:

  • Nicht steroidale Antiphlogistika ( Schmerzmittel wie z.B Diclofenac )
  • Diuretika ( wassertreibende Mittel wie z.B. Furosemid )
  • Antibiotika ( Doxycycline, Sulfonamide..)
  • Antidepressiva ( z.B. Johanniskraut )
  • die Pille
  • bestimmte Neuroleptika
  • Schlafmittel ( Diphenhydramin )

Die UV-B-Strahlen dringen ungefähr bis zur untersten Zellschicht der Oberhaut ( Epidermis ) vor und sind für den eigentlichen Sonnenbrand verantwortlich. Allerdings ist unsere Haut recht intelligent, denn sie versucht sich vor den schädlichen Strahlen zu schützen, indem sie a) vermehrt Melanin ( man wird braun ) bildet und b) sich die Hornschicht verdickt.
Aber auch von den UV-B-Strahlen wird unsere DNS geschädigt und zwar bereits vor dem Einsetzten eines Sonnenbrandes. Deshalb sollte man nie die individuelle Sonnenschutzzeit bis zum Schluss auskosten!

Was genau sagt denn nun der LSF / Lichtschutzfaktor aus?

Der LSF gibt an, wie gut eine Sonnenmilch vor den UV-B-Strahlen schützt.
Folglich kann man z.B. mit einem LSF 15 fünfzehn mal solange in der Sonne bleiben wie ohne Sonnenschutz.
Allerdings gilt dies nur, wenn der Sonnenschutz gründlichst aufgetragen und nach jedem Baden oder Schwitzen erneuert wurde!
Übrigens: Das Nachcremen verlängert nicht den Sonnenschutz !

Warum kann mich die Sonnencreme eigentlich vor einem Sonnenbrand schützen?

UV-Filter funktionieren auf zweierlei Weisen:

  • auf chemische Weise: Hier nehmen chemische Filter die Strahlungsenergie auf und wandeln diese in harmlosere Strahlung um
  • auf mineralische Weise: Als mineralische Filter kommen zum Beispiel Zinkoxid oder Titandioxid in Frage. Winzig kleine Mikropigmente können die Strahlung reflektieren, streuen oder absorbieren.

Tipps zum richtigen Auftragen von Sonnenschutzprodukten erhalten Sie hier.

Ein UV-Index sorgt für Klarheit bei der Frage wie intensiv die Sonnenstrahlung an bestimmten Tagen ist. Der Index reicht von niedrig ( 0 – 1 ) über mittel ( 2 – 4 ), weiter zu hoch ( 5 – 7 ) bis hin zu sehr hoch ( 8 ).

Sollte einen nun doch trotz aller Vorsicht ein leichter Sonnenbrand erwischt haben, sollten Sie bevorzugt ein kühlendes Aloe Vera Gel auftragen.  Auch die WIDMER After Sun Lotion hilft Ihnen, damit sich die sonnenverbrannte Haut wieder schneller erholen kann!

Vergessen Sie bitte beim Eincremen die besonders empfindlichen Körperteile nicht:

- Nasenspitze
- Ohren
- Kopfhaut
- Lippen
- Füße
-Augen


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